Kreuzfahrtbeginn in Mukran
Mittwoch, den 21. Mai 2008Vergebens lauerten Schaulustige gestern im Fährhafen Mukran auf die Ankunft des weißen Ozeanriesen Funchal aus Portugal. Wider Erwarten blieb der Kreuzliner, welcher bereits am 13. und am 31. Mai 2007 in Sassnitz gastierte und in diesem Jahr die Kreuzfahrtsaison in Mecklenburg-Vorpommern eröffnen sollte, der Rügenschen Küste fern. Auch die für den 28. Mai geplante Visite wurde ersatzlos gestrichen.
Um so größer darf nun die Freude sein über die morgige Saisoneröffnung durch das Einlaufen der frischgetauften AIDAbella im Fährhafen Mukran. Begleitet von der Delphin Voyager, hat sich die gebürtige Rostockerin zu 8 Uhr angekündigt. Am Abend, ersteres um 20 Uhr und letzteres um 18 Uhr, setzen die beide Traumschiffe ihre Kreuzfahrt auf der Ostsee fort.
Um den vielen Interessierten die Anfahrt zum maritimen Schauspiel zu erleichtern, wird die Linie 18 des Rügener Personennahverkehrs (RPNV) fortan ab 8.50 Uhr bis 11.05 im 45-Minuten-Takt und von 13.45 bis 17.45 stündlich zwischen dem Sassnitzer Bahnhof und dem Fährhafen Mukran verkehren.
Unter den europäischen Passagieren zählt das sogenannte Baltische Meer zu den populärsten Kreuzfahrt-Destinationen während der Saison zwischen Ende Mai und Anfang September, nicht zuletzt aufgrund der Dichte der internationalen Fährhäfen entlang der Ostseeküste.
Sassnitz - auch beliebtes Ausflugsziel bei einem Rügenurlaub oder Ostseeurlaub - schätzt am Kreuzfahrtwesen nicht nur die enorme touristische Anziehungskraft, sondern zugleich den daraus resultierenden wirtschaftlichen Nutzen für die Region. „Viele der Kreuzfahrer unternehmen organisierte Busrundfahrten und besuchen die Sehenswürdigkeiten der Insel“, so Erika Rinow vom Tourist-Service Sassnitz.
Anderenfalls blieben Fahrgäste häufig vor Ort und unterstützen die Stadt durch Museumsbesuche, Fahrradmietung und selbst durch bloßes Eisessen automatisch. „Das ist gut für die Stadt“, betont Rinow. Auch Dieter Holtz befürwortet die Präsenz der Kreuzfahrtschiffe. „Sie gehören zum Bild der Stadt, sowohl im Fähr- als auch im Stadthafen Sassnitz. Sie sind für uns Besuchermagnete und ein Aushängeschild für die Stadt“, bestätigt der Bürgermeister der Stadt.